Keine Panik! Warum Börsenkorrekturen normal sind und Buy & Hold die beste Strategie bleibt
Liest man aktuell die (Börsen-)Nachrichten scheint es, als würde die Welt untergehen – und das jede Woche aufs Neue. Kurse fallen, Medien sprechen von „Crash“ und viele Anlegerinnen* machen sich Sorgen. Doch keine Panik, wir ordnen die aktuellen Geschehnisse für dich ein und lass dir gesagt sein, Angst ist nie eine gute Beraterin und überstürzt handeln versierte Anlegerinnen eh nie 😊 Aber der Reihe nach!
Was ist passiert?
Aktuell erleben die Aktienmärkte eine Korrektur, die viele Anlegerinnen verunsichert. Der S&P 500, ein bedeutender US-Aktienindex, hat seit seinem Höchststand am 19. Februar 2025 einen Rückgang von über 10 % verzeichnet.1 Diese Korrektur wurde durch verschiedene Faktoren ausgelöst, darunter Unsicherheiten über die Handelspolitik der US-Regierung bzw. ihr Agieren allgemein sowie Befürchtungen hinsichtlich eines möglichen Wirtschaftsabschwungs.
Entwarnung: Korrektur ist nicht gleich Crash
Eine Korrektur – also ein Rückgang an der Börse von 10 % oder mehr – ist ein ganz normaler Bestandteil des Aktienmarktes. Sie geschieht regelmäßig und sollte nicht mit einem echten Börsencrash verwechselt werden, bei dem extreme Verluste von 20 % und mehr über einen kurzen Zeitraum auftreten. Wer langfristig investiert, braucht solche Schwankungen nicht als Bedrohung, sondern als Gelegenheit zum Nachkaufen betrachten. Ein paar Beispiele aus der Vergangenheit können vielleicht für etwas Beruhigung sorgen.
Überlebenskünstlerin Börse
Es gab in diesem und im letzten Jahrhundert schon so einige Krisen, die Anlegerinnen den Schweiß auf die Stirn trieben:
- Am 24. Oktober 1929 („Schwarzer Donnerstag“) fiel der Dow Jones um 9 %. Insgesamt verlor der Markt in wenigen Tagen rund 25 %. Bis 1932 brach der Dow Jones um fast 90 % ein – der schlimmste Börseneinbruch der Geschichte. Und doch hat die Börse sich wieder erholt.
- Dotcom-Blase 2000: Nach dem damaligen Platzen der Internetblase dauerte es einige Jahre, bis die Börse sich wieder erholte. Investorinnen, die in solide Unternehmen investiert blieben, konnten trotzdem langfristig profitieren.
- Finanzkrise im Jahr 2008: Der S&P 500 verlor rund 50 Prozent seines Wertes. Viele verkauften aus Angst – doch wer investiert blieb, konnte in den folgenden Jahren enorme Gewinne verbuchen. Heute stehen die Märkte weit über den damaligen Höchstständen.
- Corona-Crash 2020: Innerhalb weniger Wochen stürzten die Märkte um mehr als 30 Prozent ab. Auch damals waren Panikverkäufe die Folge. Doch schon wenige Monate später erholten sich die Indizes und erreichten neue Höchststände.
Buy & Hold – der (entspannte) Schlüssel zum Erfolg
Die Geschichte zeigt: Wer ruhig bleibt und langfristig investiert, fährt am besten. Marktbewegungen sind kurzfristig unberechenbar, doch über Jahrzehnte hinweg stiegen Aktienmärkte bisher kontinuierlich. Statt in Panik zu verkaufen, ist es ratsam, Krisen als Kaufgelegenheiten zu nutzen.
Investorenlegende Warren Buffett sagte einmal: „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind, und sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“ Genau jetzt ist der Zeitpunkt, ruhig zu bleiben und sich auf das große Ganze zu konzentrieren. Hier kannst du mehr zum Buy & Hold-Ansatz lesen.
Fazit
Börsenkorrekturen sind normal und kein Grund zur Panik. Wer langfristig investiert bleibt, wird belohnt. Wenn dich solche Korrekturen sehr nervös machen, dann solltest du dein Risikoprofil allgemein (nochmal) überdenken und dein Portfolio gegebenenfalls anpassen. Mehr dazu hier. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Märkte immer wieder erholen – und oft stärker als zuvor zurückkommen. Also: Ruhe bewahren, investiert bleiben und von der Zukunft profitieren!
* Wegen der besseren Lesbarkeit benutzen wir nur die weibliche Form. Alle Menschen sind explizit mitgemeint.
1 https://www.wallstreet-online.de/nachricht/19119919-historie-s-p-500-korrektur-passiert-naechstes