Einnahmen > Ausgaben

Letzte Woche habe ich geschrieben, dass ein Haushaltsbuch dabei helfen kann, den Überblick über unsere Finanzen zu behalten, damit am Ende des Monats die Einnahmen größer sind als die Ausgaben. Meistens konzentrieren wir uns dann darauf, die Ausgaben zu verkleinern: Weniger Geld für unnötige Dinge ausgeben, vielleicht öfters selber kochen, die kleinen Dinge im Leben bewusster wahrnehmen.

Das ist ein äußerst wichtiger Aspekt, und insbesondere die Wertschätzung der kleinen Dinge – also eine Art minimalistische Blickweise – kann zu viel gewonnener Lebensqualität führen.

Allerdings hat das Sparpotenzial eine natürliche Grenze. Die Miete muss gezahlt, Essen eingekauft werden. Und vor allem wollen wir ja das Leben leben und genießen, und nicht ein zwanghaftes Sparverhalten entwickeln. Wir wollen also die gesunde Balance zwischen einem sparsamem Lebenswandel und verprasstem Geld finden.

Wenn wir wollen, dass unsere Einnahmen größer sind als unsere Ausgaben, können wir entweder die Ausgaben verkleinern, oder die Einnahmen vergrößern. Wenn wir die Ausgaben nicht weiter reduzieren können, schauen wir uns doch die andere Seite der Gleichung an: Die Einnahmen.

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Vermutlich denkst du jetzt spontant: Sehr lustig, wie soll ich denn bitte meine Einnahmen steigern, der Chef hat mir bei der letzten Gehaltsverhandlung schon eine Abfuhr gegeben. Oder: Wir werden alle gleich bezahlt, da gibt es nichts zu verhandeln.

Das kann sein. Zum einen gibt es aber bestimmt einige unter uns, die sich noch nicht getraut haben, nach dieser Gehaltserhöhung zu fragen, obwohl sie möglich und verdient ist. Zu euch sage ich: Traut euch! Wenn du das Gefühl hast, dass du eine Gehaltserhöhung verdient hast, dann stimmt das wahrscheinlich.

Außerdem gibt es noch andere Möglichkeiten, deine Einnahmen zu erhöhen:

1.) Keller und Kleiderschrank ausmisten. Das Kleid, das du in den letzten drei Jahren nicht getragen hast? Die alte Stehlampe, die du von Oma Else geerbt hast und nur aus sentimentalen Gründen aufhebst? Schau mal, ob du diesen Dingen zu einem zweiten Leben verhelfen kannst. Vielleicht bekommst du noch richtig Geld dafür, oder jemand anderes freut sich einfach darüber. Auf jeden Fall ist es besser, als damit deinen Keller, Dachboden oder diesen ominösen Platz oben auf deinem Schrank zu füllen. Ebay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel oder der örtliche Flohmarkt sind erste gute Anlaufstellen.

2.) Nebenjob. Du könntest dir einen Nebenjob suchen, der zusätzliches Geld einbringt. Abends Nachhilfe geben oder mit Hunden spazieren gehen. Das klingt jetzt sehr anstrengend, weil es ein zweiter Job ist. Aber stell dir mal vor, du würdest es schaffen, dich z.B. als Expertin auf deinem Gebiet zu etablieren und ab und zu einen Vortrag zu deinem Thema halten. Das wäre ein Job, den du nicht regelmäßig machst, wodurch du aber ein schönes zusätzliches Einkommen hättest.

3.) Vermieten. In Zeiten von AirB’n’B ist es sehr einfach geworden, ein Zimmer oder deine ganze Wohnung zu vermieten. Du solltest vielleicht dafür sorgen, dass deine Gäste sich wohl fühlen und dir gute Bewertungen geben, und schon hast du eine schöne zusätzliche Einkommensquelle. Genauso kannst du dein Auto bei Carsharing-Diensten anbieten, wenn du es z.B. unter der Woche im Alltag nicht brauchst.

4.) Passives Einkommen. Die Krönung der Einkommenssteigerung: Du entwickelst einmal eine Art, Gewinn zu machen, und das läuft dann von alleine weiter. Das wäre zum Beispiel ein E-Book, das du einmal schreibst und das dann theoretisch endlos häufig gekauft werden kann, ohne dass du zusätzlichen Aufwand hast. Rendite von Aktien oder Anleihen würde auch in diese Kategorie fallen: Du musst dein Portfolio einmal so aufstellen, dass du damit zufrieden bist, und dann nimmst du einfach nur die Rendite mit.

Bei fast allen dieser Einkommensquellen ist zu sagen, dass der Aufwand normalerweise recht hoch ist, bevor du die Hände in den Schoß legen und den Gewinn ernten kannst. Ein Buch zu schreiben, das so viele Leute toll finden, dauert seine Zeit. Dein Aktienportfolio aufzubauen, auch. Aber hey, du kannst dir ja als Ziel setzen, irgendwann in den nächsten Jahren ein Buch zu schreiben – und bis dahin vermietest du deine Wohnung an Wochenenden unter. Und wenn dann dein Buch rauskommt, stehen die Leute schon reihenweise für deine Vorträge an 🙂

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